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Eros in Afrika

Eros in Afrika

Privates   /   01-06-2010   /  A+ | a-
Nun sind wir schon beinahe 3 Monate hier in der Mara und erleben jeden Tag als neues Abenteuer. Ich genieße die Zeit mit Eros jetzt sehr, nachdem die Anfangsnervosität nachgelassen hat.
Eros ist auch hier, genauso wie in Deutschland sofort „gut Freund“ mit allen Gästen geworden, selbst ältere Damen die eigentlich Angst vor Hunden hatten sind jetzt therapiert und Hundefreunde geworden..ja unser „charming“  Macho.
Nach wie vor gehen wir viel spazieren und nachdem einige Gäste auch Spielzeug nachgeliefert haben ( besten DANK auch dafür ) ist Ballspielen absolut der Hit, auch gerne 24 Stunden, die Gäste wechseln sich ab wenn der Arm vom Werfen weh tut und Eros ist unermüdlich. Die Paviane hat Eros jetzt auch im Griff, dass das keine Freunde sind war sofort klar als ein Pavian Männchen, ein recht stattliches, zu uns in Haus kam, obwohl Eros und ich drinnen waren, und an Eros Futterbox gegangen ist, die ist aus Metall aber der Affe hat es versucht und Eros hat es verhindert. Ich kann Euch gar nicht sagen wie dankbar ich war dass der Pavian sofort den Ausgang gefunden hat, ich möchte mir ungern ausmalen was passiert wäre  wenn ein Pavian mit Eros in der Küche einen Streit ausfechtet…….ein Albtraum. Jetzt weiß Eros dass er „die“ verscheuchen muss…und es funktioniert, sobald er sie auf dem Gelände sieht bellt er von der Veranda und meist hauen sie sofort ab, falls sich dreisterweise einer auf die Veranda wagt verfolgt er ihn schon mal bis in die Büsche……danach kommt er ganz aufgeregt zurück und ich muss mich echt wappnen denn er ist so aufgedreht dass er mich umspringt, zumindest am Anfang als ich noch nicht wusste was auf mich zukommt. Da haben sich alle Gedanken gemacht um Eros und um andere Tiere aber kein Mensch hat sich um MICH Gedanken gemacht. Am Anfang hatte ich Blaue Flecken an den Oberschenkeln und Knie in allen schillernden Farben, den linken Unterarm schon mal verbunden um die blutenden Schrammen seiner Krallen zu heilen…..jetzt weiß ich wenn er erfolgreich sein Revier verteidigt hat muss das gewürdigt werden, oder man wird niedergerannt…vor Freude versteht sich. Leider hat er letzte Woche auch mal Erfahrung mit Safari Ameisen machen müssen….die haben unser Haus überfallen so gegen Mitternacht, so dass wir in ein Zelt umziehen mussten, man kann gar nichts dagegen tun, außer gehen, Eros hatte sie leider schon im Fell und der Arme hat sich am Boden gewälzt und wir haben seine Beine mit Autan besprüht und dann mit warmen Seifenwasser gewaschen denn die Biester gehen ja nicht weg, die muss man wie Zecken einzeln abpflücken und die tun richtig weh. Ich hatte auch einige aber da ich kein Fell hab, zumindest größtenteils, ging es bei mir leichter die Viecher zu finden. Am nächsten Morgen war er dann doch sehr misstrauisch als wir in unser Haus zurückzogen.
Jede Woche haben wir die „Afrikan Night“ mit Buffet und Tanz und Gesang, das lieben die Gäste und vor allem Eros, denn es wird gegrillt, Ziege in Rippchen und Lammhaxen… und dann gibt es mindestens 2 Tage super tolle Knochen, bis jetzt ist er noch sehr brav im Lokal und bettelt nie, nur ab und an versucht er auch während des Essens jemandem zum Spielen zu animieren und manchmal findet er sogar jemanden der dann doch noch kurz mit raus geht und einmal den Ball wirft, so zwischen Suppe und Hauptgericht... Inzwischen bewegt sich Eros auch sehr selbständig auf dem ganzen Gelände er geht alleine vom Haus zum Restaurant oder mit dem Personal zur Staff-Unterkunft aber er verlässt nie das Gelände. Auch wenn ich mit ihm auf das Vollyball-Feld vor dem Gate gehe zum Frisbee werfen bleibt er am Gate stehen und wartet bis ich ihm erlaube zu kommen. ( Ramona und Christiane ich danke Euch für einen so klugen Hund….auch wenn er ein Macho ist….)
Leider kann ich Eros nicht vermitteln dass ich die Vögel und die Streifen- Mangusten füttern und beobachten möchte, er jagt sie mit dem gleichen Enthusiasmus wie die Paviane. Den Vögeln frisst er gar die Brotkrümel noch weg, als ob er nicht genug kriegen würde. Wenn andere Tiere zum Fluss kommen zum trinken schaut er zwar aber er sieht es wohl eher so wie fernsehen, als da aber nicht real. Das ist ganz gut so, denn sonst würde er die Warzenschweine und Gazellen auch noch verbellen und verjagen. Sonst ist er auch ein Super Wachhund, keiner kann meine Veranda oder gar das Haus betreten ohne gemeldet zu werden und am Abend meldet er im Restaurant wenn Fremde kommen die er noch nicht kennt. Meist begrüßt er ja die neuen Gäste mit mir zusammen so dass er nur bellt wenn jemand kommt der ihm noch nicht „vorgestellt“ wurde. Bei der täglichen ersten Morgenrunde ist er schwer beschäftigt, da sind so viele neue Gerüche von der Nacht zu finden dass er schon mal den Ball vergisst. Das ist aber auch kein Problem denn mein Personal weiß dass es „kleines Geld“ gibt für das Wiederfinden von Bällen. Allerdings habe ich Fredy im Verdacht dass er Eros hin und wieder den Ball abnimmt um ihn dann zu „finden“ und gegen Geld abzuliefern…jaja meine Pappenheimer…
So nun verabschieden wir und bis zum nächsten Bericht, wir wünschen Euch allen ein schönes Wochenende und alles Gute.
Wir gehen jetzt Gäste begrüßen oder Vögel jagen oder was so grad rumläuft……wuff wuff
Liebe Grüße aus dem Busch
Gerdi und Eros 

Oktober 2010
Gerdi
Anmerkung des Webmasters: EROS IST TOT. Er starb 2011 an dem Stich einer Tse Tse Fliege.
Er war für einige Zeit ein tolles Mitglied des Camps und wird daher nicht von dieser Website verschwinden!

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