Aruba Mara Camp & Safaris
20500 Narok, Kenya

how to make your own website

Unser Safari-Blog, Neues aus der Masai Mara

Von Vögeln, Pavianen und Plastikschlangen

Neues aus dem Camp   /   01-05-2009   /  A+ | a-
Draußen tobt ein Zwitscherwettbewerb: Die vier großen, dunkelblauen Glanzstare wollen wohl der ganzen Maasai Mara mitteilen, dass es heute Reis und Gemüse zum Mittagessen gibt, während die kleinen, gelben Weber ganz aufgeregt versuchen, schon mal ein wenig davon abzubekommen. Die Aufregung ist deshalb groß, weil wir die Fütterung der Vögel für eine Weile einstellen mußten. Unser Vogelhaus wurde von einem Pavian maltretiert und fast täglich zerstört. Mein Gärtner Martin hat es mit nicht endend wollender Geduld immer wieder ausgebessert und aufgehängt und immer wieder haben wir uns neue Techniken ausgedacht, um den Pavian auszutricksen. Gäste haben es schon als eine Art Privatkrieg zwischen mir und dem Pavian betrachtet.
Das Häuschen hing erst im Baum. Das war ein Leichtes für den Pavian: Auch nachdem wir es an langen Drähten hängend in den dünnen Ästen befestigt hatten, war es ein Kinderspiel für ihn, es von den dicken Ästen aus zu sich herüber zu ziehen.
Dann haben wir das Häuschen auf einen Metallpfosten gesetzt - was allerdings die Fütterung erschwerte, da man nun jedesmal ein Seil lösen und das Häuschen per Seilwinde runter lassen und wieder hochhieven musste. Aber auch das hat den Affen nicht abgehalten. Also haben wir die Metallstange mit Schmierfett eingschmiert...das hat der Pavian dann mit Begeisterung abgeleckt??!!
Also haben wir dem Schmierfett frisches Chilli aus unserem eigenen Gemüsegarten zugesetzt und siehe da, es schmeckte wohl nicht mehr! Er nahm jedenfalls erstmal wild schimpfend reißaus.
Aber er kam wieder und nachdem man das Fett jetzt nicht mehr essen konnte, versuchte er wieder, die Stange zu erklimmen. Es war ein sehr sportlicher Akt! Nachdem er zum 3. oder 4. mal wieder runtergerutscht ist, hat er es sogar mit Anlauf versucht, aber da hatte ihn mein Gärtner schon entdeckt und das Häuschen wieder mal gerettet.
Von meinem letzten Besuch in Deutschland habe ich eine recht lebensecht aussehende Plastikschlange mitgebracht. Das hat schon früher auf Campingsafaris die Paviane erschreckt, und so habe ich die Schlange sehr gut sichtbar um einen Pfosten an meiner Veranda dekoriert. Der Wasserstand im Fluß ist derzeit recht hoch, also weiss ich noch nicht recht, ob es an der Schlange oder an der erschwerten Flußüberquerung liegt, dass seitdem keine Paviane mehr da sind...
Aber es fand sich ein anderer, der die Schlange für einen Feind hielt: Ein Waran! Der kommt auch immer hier vorbei und schaut, ob vom Personal beim Essen was liegengeblieben ist. Als er die Schlange sah, ist er erst erstarrt und hat sich dann angepirscht. Ich saß auf meiner Veranda und traute mich nicht mal mehr zu atmen. Er kam so nah heran, dass er wohl riechen konnte, dass es nur eine Attrappe war und keine Gefahr darstellt, aber es war wirklich spannend.
Meine armen Massai Angestellten wiederum fürchten die Schlange sehr, obwohl ich ihnen gezeigt habe, dass sie nicht lebt und nur aus Plastik ist. Trotzdem, keiner wollte sie auch nur anfassen. Jetzt hoffe ich, dass meine Plastikschlange nicht irgendwann einem Massai zum Opfer fällt, der sie dann mit der Panga "tötet".
Und bis die Paviane herausgefunden haben, dass die Schlange harmlos ist, freu ich mich an meinem Vogelgezwitscher.

Mai 2009
Gerdi 
 

Adresse

Gerda Simon
Aruba Mara Camp & Safaris
Postbox 727
20500 Narok, Kenya

Kontakt

Tel. Camp: +254 723 997 524
Management: +254 724 734 090
Mail: info@aruba-safaris.com